Additive Fertigung in der Strahlentherapie

Datum/Zeit/Ort

Dienstag, 8. September 2020


10:50 Uhr - 11:00 Uhr

Innovation Symposium

Polymere werden genutzt, um die onkologische Bestrahlung dem Tumorbett möglichst genau anzunähern und werden heute auch 3D-gedruckt. Im Vortrag zeigt Martin Herzmann anhand konkreter Beispiele die visionären Behandlungsmöglichkeiten im Bereich der (intraoperativen) Strahlentherapie.

Materialien und Möglichkeiten in der Medizin

Polymere sind sowohl in der Medizintechnik als auch im 3D-Druck seit Jahren etabliert und ermöglichen Operateuren, Patienten und biomedizinischen Ingenieuren vielversprechende Behandlungsmöglichkeiten. Beispiel hierfür ist PEEK, das inzwischen auch additiv verarbeitet werden kann und vergleichenden Belastungstests zu Spritzguss-Teilen standhält. Während PEEK primär für Implantate (im Bereich MKG und Orthopädie) eingesetzt wird, drängen alternative Polymere in andere klinische Applikationen: Additive Fertigung mit ULTEM und PPSU im patienten-individuellen Einsatz in der Strahlentherapie.

 

Etablierte Polymere – innovative Fertigung

Strahlentherapie setzt patienten-individuelle Versorgung voraus, denn keine Tumorkontur gleicht der anderen. ULTEM und PPSU sind in verschiedenen onkologischen Behandlungsoptionen als Polymere etabliert und werden heute genutzt, um die onkologische Bestrahlung dem Tumorbett möglichst genau anzunähern. Hierfür stehen verschiedene standardisierte Geometrien zur Verfügung, mit denen die Form des Tumors nachempfunden werden soll.  Dank technischem Fortschritt und intensiver Entwicklung können ULTEM und PPSU nun auch 3D-gedruckt werden und eröffnen somit neue Behandlungsmöglichkeiten in der patientenindividuellen Strahlentherapie. Dank additiver Fertigung können nun individuelle Tumorkonturen präzise nachgebildet werden und lassen somit auf zielgerichtete Behandlung und bessere klinische Ergebnisse für Patienten und Kliniker hoffen.

Der Kurzvortrag gibt Einblicke in den heutigen Status-Quo der Behandlungsmethoden, erklärt die Herausforderungen bei der additiven Fertigung mit Hochleistungspolymeren wie ULTEM und PPSU. Martin Herzmann zeigt anhand konkreter Beispiele die visionären Behandlungsmöglichkeiten im Bereich der (intraoperativen) Strahlentherapie für Hautkrebs, Mammakarzinome und Brachytherapie.

CV

Martin Herzmann startete seine medizintechnische Karriere im Jahr 1999 bei Brainlab. 2007 Jahre später baute er für Ziehm Imaging das globale Marketing auf und arbeitete weitere acht Jahre als Marketer für medizinische Investitionsgüter. Im Jahr 2015 wechselte er als Sales Manager Medical zu Materialise Deutschland und verantwortete den medizinischen 3D-Druck für Kliniken und Medizintechnikunternehmen. Seit Dezember 2019 arbeitet Martin Herzmann im Business Development bei Kumovis, dem Anbieter spezialisierter 3D-Druck-Ökosysteme für die Medizin.

Referent
Foto von  Martin Herzmann

Martin Herzmann

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