Mittwoch, 15. September 2021 | 09:40 - 10:00

Halle 1: Innovation Symposium

Programmpunkt

Neue Technologien für die digitale Produktion

Die Inkjet Technologie erlaubt es, kleinste Materialeinheiten zu generieren. Ein System mit mehreren Druckköpfen stellt so einen digitalen Bausatz dar, mit dem komplexe Mehrmaterialstrukturen generativ aufgebaut werden können. Entdecken Sie das zukünftige Potential und lassen Sie sich inspirieren.

Die Inkjet Technologie ist von Natur aus digital. Mit einem Inkjet Druckkopf können kleinste Tropfen generiert werden, die als digitale Materialeinheiten betrachtet werden können. Dies schliesst sowohl flüssige Materialien ein, wie auch feste, welche als dispergierte Partikel in einem Lösungsmittel bereitgestellt werden. Wird nun ein System mit mehreren Druckköpfen verwendet, so lassen sich so praktisch beliebig komplexe Mehrmaterialstrukturen mit hoher Funktionalität generativ aufbauen. Eine der grössten Herausforderungen ist dabei die Nachbearbeitung, mit der die gedruckten Strukturen wiederverfestigt werden, um ihre angestrebte Funktionalität zu erhalten.


Heutige Systeme sind noch sehr limitiert, aber in der Weiterentwicklung der Technologie steckt ein riesiges Potential. Die
Forschungsaktivitäten des Referenten konzentrieren sich daher auf drei wesentliche Themen:

  • Neue Verfahren der digitalen Materialablage
  • Nachbearbeitungsprozesse
    (digitale Prozesse für «drying», «curing» und «sintering»)
  • Materialien (inkl. intelligente Materialien)


Die Inkjet Technologie ist zudem für industrielle Fertigungsprozesse sehr flexibel skalierbar - ein weiterer Trumpf im Hinblick auf eine Industrie 4.0 taugliche Produktion.

 

Kurz CV Fritz Bircher

Fritz Bircher studierte Elektrotechnik an der ETH Zürich. Nach seinem Abschluss arbeitete er als F&E-Ingenieur für verschiedene Unternehmen und entwickelte mechatronische Systemlösungen. 1993 wurde er zum Professor an der Berner Fachhochschule berufen, wo er seine Forschungstätigkeit in der Inkjet Technologie begann. Er arbeitete mit allen möglichen Jetting- und Dosierprinzipien mit verschiedensten Materialien in einer Vielzahl von Anwendungen. 2012 wechselte er an die Fachhochschule Westschweiz und gründete dort das iPrint Institut und das iPrint Center für Digitaldruck. Nach seinem Weggang von iPrint im Juni 2020 konzentrierte er sich wieder auf sein eigenes Unternehmen für Beratung in Innovation und Technologie, dass er bereits 2012 gegründet hatte. Seit Januar 2021 arbeitet er auch für inspire AG, einer Forschungsinstitution, bei der er verantwortlich ist für neue AM-Technologien. Er ist auch Vizepräsident des NTN Innovation Booster AM. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der direkten digitalen Fertigung einschliesslich gedruckter Elektronik, 3D-Druck, Direct-to-Shape (Drucken auf die Oberfläche von 3-dimensionalen Objekten) und Bioprinting.

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