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Starke 3D-Signale im wellnessHostel3000, Laax

Die NPO der Schweizer Jugendherbergen hat 2020 in Laax die weltweit zweite Wellness-Jugendherberge eröffnet - mit Fitnesscenter, Hallenbad und Spa. Das Hostel punktet visuell mit einem fulminanten Raumkonzept und unkonventioneller Beschilderung. Faigle 3D hat an einem der Signalobjekte mitgewirkt.

Unvergesslich orange

Die Bildwelten der Herberge sollen den Gästen die Bündner Natur, Kultur und Tourismusgeschichte nahebringen. Das Konzept stammt aus der Feder des Szenografie-Büros "Groenlandbasel" und ist ein Erlebnis für sich. Entlang der Kaskadentreppe, welche den Empfang mit dem Pool verbindet, wird die regionale Wasserwelt multimedial thematisiert. Dort hängt von der Decke ein unübersehbar oranges Objekt, das im Kollektivgedächtnis von Schweizern eingebrannt ist: die "Schwimmflügeli" der Firma Bema in Übergrösse – eine von vielen praktischen Schweizer Erfindungen und nationales Synonym für Schwimmvergnügen.

Viel Handarbeit gespart mit 3D-Druck

Die luftgefüllten Objekte wurden von "Luft und Laune" realisiert. Für den Geschäftsführer der Agentur für aufblasbare Objekte, Urs Meier, seien die Flügel beispielhaft für gelungene Signaletik. Das Gemeinschaftsprojekt sei sehr aufwendig gewesen. Er designte die Schwimmflügel in XXL, eine Grafikerin musste den Originaltext nachempfinden, der dann per Siebdruck auf das Material gedruckt wurde. Die typisch dunkelblauen Stöpsel-Verschlüsse hätte Meier herkömmlich aus Holz sägen und anmalen müssen. Mit 3D-Druck ging das aber erstens viel schneller, waren zweitens günstiger und drittens ist der Druck jederzeit wiederholbar. Die kleinen Originalventile wurden von Faigle 3D zuerst digital nachgebildet (mittels CAD-Konstruktion). Mit wenigen Klicks wurden sie digital auf Übergrösse skaliert und mittels FDM-Technologie in einem 3D-Drucker additiv gefertigt. Sollten die Flügel neu erstellt werden, genügt ein Anruf im 3D-Shop und die Teile sind in wenigen Stunden bereit.

Müssen Signale ästhetisch sein?

Wie finden Gäste in Hotelanlagen den Weg zum Pool? Normalerweise mit Pfeilen. Unsere Augen folgen automatisch den unaufdringlichen Piktogrammen, weil sie es sich gewohnt sind. Signaletik muss seinen informativen Charakter demnach stets beibehalten, aber ästhetisch anspruchsvoll geht es auch, wenn man die Bema-Flügeli in Laax sieht. Sie weisen den Weg und machen Lust auf Badespass. Seit der Eröffnung haben ungefähr 10'000 Gäste die Flügeli gesehen. Vor allem Kinderaugen strahlen beim Anblick ihrer vertrauten Schwimmhilfen. Das sorgt für schöne Ferienerinnerungen.

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